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Aphasie-Regional-Zentrum


Das Aphasie-Regional-Zentrum Klinik Niedersachsen Bad Nenndorf wurde am 16. September 2011 eröffnet.

Für Betroffene und Angehörige ist das Aphasietelefon unter: 05723/707-222 und die E-Mail-Adresse: aphasiezentrum(at)klinikniedersachsen.de frei geschaltet. Frau Iwen-Riechers beantwortet ihre Fragen gern.

Aphasie-Team Aphasie-Logo

Weitere Informationen finden Sie hier:


• Informationsflyer "Aphasie-Regional-Zentrum Klinik Niedersachsen Bad Nenndorf"

PDF (981 KB)

• Hinweisen zum Umgang mit Aphasie

PDF (405 KB)

Informationsveranstaltungen zu den Themen Aphasie und Dysphagie finden regelmäßig statt:

Aphasie: jeder 2. Montag des Monats in der Zeit von 14:30 bis 15:15 Uhr
Dysphagie: jeder 4. Freitag des Monats in der Zeit von 14:40 bis 15:15 Uhr
Um vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer: 05723/707-593 wird gebeten.


Sprachtherapie:


Infolge einer Hirnschädigung kann es zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Sprache (Aphasie / Sprechapraxie), des Sprechens (Dysarthrie) oder des Schluckens (Dysphagie) kommen.

Die Störungen können sowohl isoliert oder in Kombination auftreten und sind – neben den medizinischen Problemen – Teil eines Symptomkomplexes aus motorischen, kognitiven und / oder psychischen Einschränkungen, welche interdisziplinäre Behandlungsstrategien erfordern.

Ziel der sprachtherapeutischen Behandlung ist die bestmögliche Wiederherstellung der kommunikativen Kompetenzen (verbal und non-verbal), ohne die eine selbstbestimmte Alltagsgestaltung kaum denkbar ist.

Auf Basis einer bedarfsgerechten und störungsspezifischen therapeutischen Zielsetzung, welche auch immer die Vorstellungen des Betroffenen mit einbezieht wird ein individuelles Therapieangebot erstellt.

Unser Angebot umfasst:

  • Einzeltherapien zur individuellen Förderung
  • Gruppentherapien zur sozialen und kommunikativen Anbindung, sowie zur Erprobung erlernter Hilfs- und Kompensationsstrategien
  • Therapieunterstützende Förderung (z.B. Mahlzeitentraining, Atemtraining, Mundmotorik Gruppe)
  • computergestützte Aphasietherapie zur Intensivierung therapeutisch relevanter Inhalte
  • Beratung für Betroffene und Angehörige
  • multiprofessionelle Schulungen zur Verbesserung der therapeutischen Zusammenarbeit

Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Frau Daniela Kraune, Diplom-Sprachheilpädagogin.


Sozialdienst:


Der Sozialdienst ist Teil des multidisziplinären Teams des Aphasiezentrums.

Er übt eine begleitende, beratende und vermittelnde Funktion für aphasisch betroffene Menschen und ihre Angehörigen aus.

Zu den Aufgabenschwerpunkten des Sozialdienstes zählen u.a.:

  • Beratung und Beantragung von Leistungen aus der Pflegeversicherung oder anderer Sozialleistungsträger
  • Vermittlung von ambulanter oder stationärer Pflege sowie die Beratung zur hauswirtschaftlichen Versorgung
  • Beratung zu Wohnungsfragen (senioren- und behindertengerechtes Wohnen, Wohnberechtigungsschein,Wohnraumanpassung, usw.)
  • Informationen zum Schwerbehindertenrecht und Hilfe bei der Antragstellung
  • Beratung zum Betreuungsrecht (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, gesetzliche Betreuung)
  • Informationen zur stufenweisen Wiedereingliederung und berufsfördernden Maßnahmen (Leistungen zur Teilhabe am  Arbeitsleben)
  • Beratung in Rentenangelegenheiten und Vermittlung von Kontaktadressen

Ansprechpartnerin im Sozialdienst ist Frau Anja Burghoff, Diplom-Sozialpädagogin.


Physiotherapie:


Die physiotherapeutische Behandlung von Patienten mit aphasischen Störungen ist ein Bestandteil einer erfolgreichen Rehabilitation. Oftmals bestehen neben den sprachlichen Ausfällen auch Bewegungs- und Koordinationsstörungen. Diese werden von den Physiotherapeuten in der Einzeltherapie diagnostiziert und speziell behandelt (nach Bobath, PNF). Hierzu gehören meist muskelentspannende Maßnahmen bei Patienten mit Halbseitenlähmung, z. B. durch fachgerechte Lagerung der betroffenen Seite. Die Normalisierung der Muskelspannung wird hiermit unterstützt. Ziel ist es weiterhin, verloren gegangene Bewegungen anzubahnen, bzw. geschwächte Funktionen zu kräftigen. Hierbei steht die Steh- und Gehfähigkeit der Patienten im Vordergrund.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Therapie ist die Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen bei der Auswahl von Alltagshilfen, etwa von Gehhilfen, sowie die Schulung in deren Gebrauch.

Währen der Behandlung wird ein intensives Verhältnis zum Therapeuten aufgebaut, welches den Patienten häufig zum vermehrten Sprechen motiviert.

Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Frau Solveig Werner, Physiotherapeutin.


Ergotherapie:


...lernen, den Alltag zu bewältigen...

Neurologische Erkrankungen, z.B. ein Schlaganfall, weisen oft komplexe Störungsbilder auf.

Viele sonst so selbstverständlich erscheinende Aktivitäten des täglichen Lebens, wie das An- und Auskleiden, Körperpflege, Kochen oder die Ausführung eines Hobbys können zu unüberwindbaren oder schwer durchführbaren Tätigkeit werden.

Die weitgehende Unabhängigkeit von fremder Hilfe ist für die Betroffenen wichtig, für Alleinstehende ist sie eine Existenzfrage.

Im Alltag ist die Kommunikation ein wichtiger Bestandteil,  ohne den wir unsere beruflichen oder freundschaftlichen Beziehungen kaum aufrecht erhalten können.

Die Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind.

Ziel ist es mit ihnen alltagsrelevante Tätigkeiten zu trainieren, ggf. Umweltanpassungen oder Beratung durchzuführen, um so die Teilhabe des Patienten am täglichen Leben zu ermöglichen.

Angebot:

  • Einzeltherapie auf neurophysiologischer und neuropsychologischer Grundlage (Bobath, Affolter, Perfetti, Hirnleistungstraining und weitere)
  • Selbsthilfetraining
  • Hilfsmittelberatung, Erprobung und Organisation
  • Angehörigenberatung, Fort- und Weiterbildung von Betroffenen, Angehörigen, professionellen Therapeuten

Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Frau Imke Faßbender, Ergotherapeutin.


Psychologie und Klinische Neuropsychologie:


Ein Schlaganfall wird meist als ein einschneidendes Ereignis erlebt, das völlig unerwartet eintritt und den Betroffenen aus seinem gewohnten Leben reißt.

Bei der Ausbildung einer Aphasie kann der Betroffene seine Erwartungen und Befürchtungen plötzlich nicht mehr wie gewohnt kommunizieren. Trauer, Angst oder auch Wut sind völlig verständliche Reaktionen auf dieses Ereignis. Manchmal bewirkt auch die Hirnschädigung selbst eine depressive Symptomatik mit gedrückter Stimmungslage und verringertem Antrieb. Die Verarbeitung dieser Erlebnisse ist ein längerer Prozess, der mitunter professioneller Unterstützung bedarf.

In der psychologischen Abteilung werden Hilfestellungen bei der Krankheitsverarbeitung, der Veränderung des emotionalen Erlebens sowie der Auseinandersetzung mit Veränderungen im Selbstbild gegeben. Auch soll der Austausch von Betroffenen und Angehörigen untereinander angeregt werden.

Als Folge einer Hirnschädigung können neben der Aphasie auch Störungen weiterer kognitiver Funktionen auftreten. Begleiterscheinungen einer Aphasie können Aufmerksamkeits-/ Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwächen (Amnesie), Schwierigkeiten bei der Planung und Steuerung der Willkürmotorik (Apraxie) oder Störungen der Zahlenverarbeitung (Akalkulie) sein. Eine neuropsychologische Diagnostik hilft, die zusätzlichen kognitiven Defizite zu erkennen und zu beschreiben. Eine spezifische neuropsychologische Therapie will eine Verbesserung dieser Einschränkungen erreichen.

Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Frau Alexandra Götte, Diplom-Psychologin.


Seelsorge:


Wenn eine schwere Krankheit auftritt, dann verändert sie unser ganzes Leben. Und oft auch das der Angehörigen. Dann ist die medizinische Versorgung wichtig, die pflegerischen Aufgaben müssen geleistet werden und vieles mehr. Aber auch die innere Balance, das gewohnte Leben, Zukunftspläne und alle Beziehungen verändern sich. Ich bin als Kranke/r nicht mehr dieselbe Person. Meine Welt muss neu errichtet und meine Identität neu gefunden werden. Betroffene wie Angehörige brauchen dabei viel Unterstützung in ihrem sozialen Umfeld, aber professionelle Begleitung ist ebenso notwendig. Kaum jemand bezweifelt das in Bezug auf die Medizin; doch es gilt auch für die Psyche. psychä (griech.) heißt "Seele / Leben". Wir können nur leben bzw. überleben, wenn unsere inneren Kräfte aufgebaut werden wie der äußere Leib auch.

In diesem Sinne sehe ich meine Aufgabe als Seelsorger im Team des Aphasie-Regional-Zentrums. Dabei können Fragen des Glaubens selbstverständlich eine wichtige Rolle spielen, doch ich "missioniere" nicht und will für alle Betroffenen und Angehörigen da sein.

Ziel der Seelsorge ist es, Vertrauen und Hoffnung zu stärken, Verzweiflung mit zu tragen und dem auf zu helfen, was darniederlag.

Ansprechpartner für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Herr Pastor Wolfgang Warnecke, Seelsorger in der Klinik Niedersachsen.

TERMINE

25.09.2017 / 16:15
Ort: Klinik Niedersachsen

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