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| A P H A S I E - R E G I O N A L - Z E N T R U M K L I N I K N I E D E R S A C H S E N B A D N E N N D O R F |
Das Aphasie-Regional-Zentrum Klinik Niedersachsen Bad Nenndorf wurde am 16. September 2011 eröffnet. Seit diesem Zeitpunkt ist das Aphasietelefon 05723/707-222 und die Email-Adresse aphasiezentrum@klinikniedersachsen.de für Betroffene und Angehörige frei geschaltet. Frau Iwen-Riechers beantwortet ihre Fragen gern. ![]() Weitere Informationen finden Sie in unserem Informationsflyer Aphasie-Regional-Zentrum Klinik Niedersachsen Bad Nenndorf und in unseren Hinweisen zum Umgang mit Aphasie. Hinweise über unsere Vorträge finden Sie in unserem Flyer Vortragsreihe 2012. Sprachtherapie: Die Störungen können sowohl isoliert oder
in Kombination auftreten und sind -neben den medizinischen Problemen- Teil
eines Symptomkomplexes aus motorischen, kognitiven und / oder psychischen
Einschränkungen, welche interdisziplinäre Behandlungsstrategien erfordern. Ziel der sprachtherapeutischen Behandlung
ist die bestmögliche Wiederherstellung der kommunikativen Kompetenzen
Sozialdienst: Er übt
eine begleitende, beratende und vermittelnde Funktion für aphasisch betroffene
Menschen und ihre Angehörigen aus. ∙
Vermittlung von
ambulanter oder stationärer Pflege sowie die Beratung zur hauswirtschaftlichen Versorgung ∙
Beratung zu Wohnungsfragen (senioren- und behindertengerechtes
Wohnen, Wohnberechtigungsschein,
Wohnraumanpassung, usw.) ∙
Informationen zum Schwerbehindertenrecht und Hilfe bei der Antragstellung ∙
Beratung zum Betreuungsrecht (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, gesetzliche Betreuung) ∙
Informationen zur stufenweisen Wiedereingliederung und
berufsfördernden Maßnahmen (Leistungen zur
Teilhabe am
Arbeitsleben) ∙
Beratung in Rentenangelegenheiten und Vermittlung von
Kontaktadressen
Physiotherapie:
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Therapie
ist die Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen bei der Auswahl von Alltagshilfen,
etwa von Gehhilfen, sowie die Schulung in deren Gebrauch. Währen der Behandlung wird ein intensives
Verhältnis zum Therapeuten aufgebaut, welches den Patienten häufig zum vermehrten
Sprechen motiviert. Viele sonst so selbstverständlich erscheinende
Aktivitäten des täglichen Lebens, wie das An- und Auskleiden, Körperpflege,
Kochen oder die Ausführung eines Hobbys können zu unüberwindbaren oder schwer
durchführbaren Tätigkeit werden. Die weitgehende Unabhängigkeit von fremder Hilfe
ist für die Betroffenen wichtig, für Alleinstehende ist sie eine Existenzfrage. Im Alltag ist die Kommunikation ein wichtiger
Bestandteil, ohne den wir unsere beruflichen oder freundschaftlichen
Beziehungen kaum aufrecht erhalten können. Die Ziel ist es mit ihnen alltagsrelevante Tätigkeiten
zu trainieren, ggf. Umweltanpassungen oder Beratung durchzuführen, um so die
Teilhabe des Patienten am täglichen Leben zu ermöglichen. Angebot: -
Einzeltherapie auf neurophysiologischer und neuropsychologischer Grundlage
(Bobath, Affolter,
Perfetti, Hirnleistungstraining und weitere) -
Selbsthilfetraining -
Hilfsmittelberatung,
Erprobung und Organisation -
Angehörigenberatung, Fort- und Weiterbildung von Betroffenen, Angehörigen, professionellen Therapeuten Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum ist Frau Imke Faßbender, Ergotherapeutin.
Psychologie und Klinische Neuropsychologie:
Ein Schlaganfall wird meist als
ein einschneidendes Ereignis erlebt, das völlig unerwartet eintritt und den
Betroffenen aus seinem gewohnten Leben reißt. Als Folge einer Hirnschädigung können neben der
Aphasie auch Störungen weiterer kognitiver Funktionen auftreten.
Begleiterscheinungen einer Aphasie können Aufmerksamkeits-/
Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwächen (Amnesie), Schwierigkeiten bei der
Planung und Steuerung der Willkürmotorik (Apraxie) oder Störungen der Zahlenverarbeitung
(Akalkulie) sein. Eine neuropsychologische Diagnostik hilft, die zusätzlichen
kognitiven Defizite zu erkennen und zu beschreiben. Eine spezifische neuropsychologische
Therapie will eine Verbesserung dieser Einschränkungen erreichen. Ansprechpartnerin für das Aphasie-Regional-Zentrum
Seelsorge: Wenn eine schwere Krankheit auftritt, dann
verändert sie unser ganzes Leben. Und oft auch das der Angehörigen. Dann ist
die medizinische Versorgung wichtig, die pflegerischen Aufgaben müssen
geleistet werden und vieles mehr. Aber auch die innere Balance, das gewohnte
Leben, Zukunftspläne und alle Beziehungen verändern sich. Ich bin als Kranke/r
nicht mehr dieselbe Person. Meine Welt muss neu errichtet und meine Identität
neu gefunden werden. Betroffene wie Angehörige brauchen dabei viel Unterstützung
in ihrem sozialen Umfeld, aber professionelle Begleitung ist ebenso notwendig.
Kaum jemand bezweifelt das in Bezug auf die Medizin; doch es gilt auch für die
Psyche. psychä (griech.) heißt
"Seele / Leben". Wir können nur leben bzw. überleben, wenn unsere
inneren Kräfte aufgebaut werden wie der äußere Leib auch. In diesem Sinne sehe ich meine Aufgabe als
Seelsorger im Team des Aphasie-Regional-Zentrums. Dabei können Fragen des Glaubens
selbstverständlich eine wichtige Rolle spielen, doch ich
"missioniere" nicht und will für alle Betroffenen und Angehörigen da
sein. Ziel der Seelsorge ist es, Vertrauen und Hoffnung
zu stärken, Verzweiflung mit zu tragen und dem auf zu helfen, was darniederlag. Ansprechpartner für das Aphasie-Regional-Zentrum
ist Herr Pastor Wolfgang Warnecke, Seelsorger in der Klinik Niedersachsen. |
K L I N I K N I E D E R S A C H S E N Hauptstraße 59, 31542 Bad Nenndorf, Tel. (05723) 707-0, Fax (05723) 707-164, info@KlinikNiedersachsen.de, www.klinikniedersachsen.de |
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