N E U R O P S Y C H O L O G I E &
K L I N I S C H E
P S Y C H O L O G I E
Unsere Psychologische Abteilung gliedert sich in die Klinische Psychologie und die Klinische Neuropsychologie. In beiden Bereichen arbeiten ausschließlich Diplom-Psychologinnen.
Die Klinische Psychologie
befasst sich mit Störungen des Erlebens und Verhaltens. Die
Ursachen solcher Störungen sind vielschichtig und vielfältig.
Körperliche Erkrankungen haben häufig direkte Auswirkungen
auf das psychische Befinden (z.B. Schmerz) oder wirken sich indirekt,
beispielsweise über die Minderung der körperlichen
Leistungsfähigkeit, aus. Umgekehrt haben psychische Belastungen
(wie z.B. Stress) Einfluss auf das körperliche Befinden.
In diesen Zusammenhängen wird die Unterstützung durch unsere
Abteilung für klinische Psychologie oft als hilfreich erlebt.
Zu unserem Team gehören approbierte psychologische Psychotherapeuten, die Sie gerne unterstützen.
Die Klinische Neuropsychologie
ist ein spezialisiertes Fach der Psychologie. Dabei werden die
Auswirkungen von Erkrankungen (z. B. Schlaganfall) und Verletzungen (z.
B. Schädelhirntrauma) des Gehirns auf das menschliche Erleben und
Verhalten möglichst umfassend und differenziert erfasst. Sehr
häufig treten bei neurologischen Erkrankungen neben
körperlichen Einschränkungen auch Aufmerksamkeits- und
Gedächtnisdefizite oder Veränderungen der Gefühlslage
auf.
Eine differenzierte neuropsychologische Diagnostik stellt die Basis
für effektive störungsspezifische Interventionsstrategien
dar. Klinische Neuropsychologen führen diagnostische Explorationen
durch und wenden standardisierte Leistungstests sowie modernste
computergestützte Diagnostik- und Therapieverfahren an. Die
Behandlung schließt immer die psychotherapeutische Begleitung
unserer Patienten und, wenn möglich, deren Angehörigen mit
ein.
Psychodiagnostik
Unter Psychodiagnostik ist ein Untersuchungs- und Entscheidungsprozess
zu verstehen, der die Frage klärt, ob es sich bei den emotionalen
Problemen eines Patienten um eine behandlungsbedürftige psychische
Erkrankung handelt.
Neuropsychologische Diagnostik
Durch die neuropsychologische Diagnostik wird
die Frage beantwortet, welche kognitiven, affektiven und emotionalen
Funktionen infolge einer Hirnschädigung beeinträchtig und
welche unbeeinträchtigt sind. Zudem wird geprüft, wie diese
Einschränkungen sich auf das soziale und berufliche Leben des
Patienten auswirken. Therapieziele werden abgeleitet und mit dem
Betroffenen besprochen. Die Effektivität der durchgeführten
Behandlungsmaßnahmen wird über Verlaufskontrollen
abgesichert.
Neuropsychologische Therapie
Eine neuropsychologische Therapie umfasst ein
gezieltes neuropsychologisches Funktions-/ Restitutionstraining, z. B.
bei Aufmerksamkeitsdefiziten, und die Vermittlung von
Kompensationsstrategien, z. B. bei ausgeprägten
Gedächtnisstörungen. Dazu nutzen wir alltagsnahe, wie auch
computergestützte Therapieverfahren, die in Einzel- sowie
Kleingruppenarbeit zum Einsatz kommen. Berücksichtigt werden aber
auch Aktivitätsaufbau und Motivation der Patienten sowie die
Förderung eines adäquaten Umgangs mit der Erkrankung.
Psychologische Beratung und Therapie
Durch unsere psychologische Abteilung werden den
Patienten in unterschiedlichsten psychosozialen Belastungssituationen,
Hilfestellungen gegeben.
Krankheitsverarbeitung
Erkrankungen können zu gravierenden
persönlichen und sozialen Belastungen führen. Sich auf
krankheitsbedingte Veränderungen einzustellen, gelingt nicht jedem
Betroffenen. Im Rahmen psychologischer Einzelgespräche werden die
emotionalen Folgen (z. B. depressive Verstimmungen) der Erkrankung
sowie der persönlicher Umgang mit dieser Lebenskrise thematisiert.
Ziel ist es, unzureichende Bewältigungsstrategien zu
identifizieren, persönliche Ressourcen zu erkennen und effektivere
Copingstrategien zu erarbeiten.
Psychologische Schmerztherapie
Chronische Schmerzen stellen einen erheblichen
psychosozialen Belastungsfaktor dar und verlangen von den Betroffenen,
sich immer wieder neu mit ihrer Erkrankung auseinander zu setzen.
Psychologische Strategien zur Schmerzbewältigung helfen dabei,
besser mit den Schmerzen klar zu kommen und wieder mehr
Lebensqualität zu gewinnen.
Entspannungstherapie
Ein wichtiges Therapieelement zur Schmerz- und Stressbewältigung,
dem Abbau psychischer Spannungen und der Linderung psychosomatischer
und somatischer
Beschwerden stellen die Entspannungsverfahren dar. Hier in der Klinik
bieten wir die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen und das
Autogene Training an. Das Erlernen dieser eigenaktiven
Entspannungsverfahren ist die ideale Möglichkeit, schmerzhafte
Muskelverspannungen zu lindern und langfristig zu mehr Ruhe und
Gelassenheit zu finden.
Prävention und Gesundheitsbildung
Um nach (auch im Lebensstil begründeten)
Erkrankungen eine mögliche Rezidivgefahr zu verringern, wird in
unserer psychologischen Abteilung der Prävention große
Bedeutung zugeschrieben. Ziel ist es, zivilisationsbedingte
Risikofaktoren aufzuspüren und über Aufklärung und
Vermittlung von Problemlösestrategien, sozialer sowie emotionaler
Kompetenz, ungünstige Verhaltensweisen durch günstigere d.h.
gesündere zu ersetzen.
Krisenintervention
Besonders in Krisensituationen, beispielsweise
bei lebensgeschichtlich schwerwiegenden Erkrankungen aber auch bei
persönlichen Schicksalsschlägen, werden jederzeit kompetent
und kurzfristig therapeutische Soforthilfen gegeben.
Angehörigenarbeit
Nicht nur der Patient, sondern auch die
Menschen, die ihm am nächsten stehen, sind von einer Erkrankung
unmittelbar betroffen. Mit unserem Angebot geben wir den
Angehörigen die Möglichkeit, in dieser Krisensituation,
emotionale Unterstützung zu erfahren. Besonders wichtig erscheint
eine Wissensvermittlung zu Art und Auswirkungen des Ereignisses, um die
Wiedereingliederung des Patienten in sein soziales Umfeld zu verbessern
und einen langfristigen Heilerfolg zu ermöglichen.
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